Cocktails

[ Startseite ] [ Cocktails ] [ Shortdrinks ] [ Longdrinks ] [ Bowle ] [ Fancydrinks ] [ Hotdrinks ] [ Dekoration ] [ Cocktail Rezepte ] [ Zubehör ] [ Lexikon ]

Kaum eine Frauenrunde, die ohne sie auskommt und auch so mancher Mann greift gern zu, wenn sie auf dem Tisch stehen: Cocktails. Egal ob groß oder klein, süß, salzig oder sauer, leuchtend rot, grün oder kunterbunt, die meist alkoholischen Verführer gehören häufig zu Partys, Jubiläen oder einem Umtrunk dazu. Ihre Popularität verdanken sie nicht nur ihrem ansprechenden Aussehen, das in der Regel durch die entsprechende Dekoration noch betont wird. Von Anfang an gehörte auch ihr oft milder Geschmack zum Erfolgsgeheimnis des Cocktails. Übrigens: übersetzt man den Begriff ins Deutsche, bedeutet er „Hahnenschwanz“.

Die Entstehung der Bezeichnung Cocktail ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Bis heute erzählt man sich aber die unterschiedlichsten Anekdoten darüber. Zu den ersten Erzählungen gehört diese aus dem 18. Jahrhundert: ein Gastwirt aus Washington war ein bekannter Züchter von Kampfhähnen. Eines Tages entlief ihm eines seiner besten Tiere. Er mobilisierte auf seiner Suche danach das ganze Dort, aber niemand fand den Hahn. Nach einigen Wochen kam ein junger Soldat mit dem vermissten Hahn unter dem Arm in die Wirtschaft. Vor Freude über die Rückkehr des Tieres belohnte die Tochter des Wirtes des Soldaten mit einem farbigen Mixgetränk. Und weil das Getränk genauso farbenprächtig wie der Schwanz des Hahnes war, nannte man es Cocktail – Hahnenschwanz.

Eine andere Geschichte erklärt die Entstehung des Cocktails wie folgt: seinen Namen verdankt der Cocktail den Hahnenkämpfen im Amerika des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Hatten zwei Tiere gekämpft und stand ein Sieger fest, so hatte der Besitzer des Siegers das Recht, dem getöteten Verlierer die bunten Schwanzfedern auszureißen. Diese Trophäe wurde nach dem Kampf mit einem Drink und dem Trinkspruch „on the Cock’s tail“ („Auf den Hahnenschwanz!“) begossen. Die dabei gereichten Getränke nannte man bald einfach Cocktails. Andere Quellen berichten, dass die ausgerissenen Schwanzfedern des Verlierers eines Hahnenkampfes die Drinks garnierten, die der Besitzer des Gewinners mit seinen Freunden einnahm. Wieder andere Quellen sagen, Cocktails wurden aufgrund ihrer Farbigkeit und Leuchtkraft mit dem Schwanz eines Hahnes verglichen und kamen so zu ihrem Namen.

Anderswo erzählt man sich diese Entstehungsgeschichte: der Franzose Antoine Peychaud testete im amerikanischen New Orleans verschiedene Mixgetränke. Einen Mix aus Whiskey und Absinth nannte er Sazerac. Der Sazerac wurde in Eierbechern serviert, auf Französisch coquetier. Aus der französischen Bezeichnung für Eierbecher wurde mit der Zeit die Verballhornung Cocktail.

Eine andere mögliche Erklärung für die Bezeichnung Cocktail ist diese: in einer US-amerikanischen Bar stand ein großer, hohler Hahn aus Keramik. Am Ende eines Tages schüttete der Barkeeper alle Getränkereste in den Keramikhahn. So entstand ein hochprozentiges Gemisch, das aus dem Schwanz des Hahnes gezapft und zu einem  Sonderpreis verkauft wurde. Natürlich sprach sich dieses Angebot schnell herum und bald bestellten immer mehr Gäste einen Cocktail, also ein Getränk aus dem Hahnenschwanz.

Weitere Vermutungen über die Entstehung des Namens von Cocktails beinhalten ein alkoholisches Mixgetränk, das die Südstaatler im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg getrunken haben sollen oder Mutmaßungen über physikalische Aspekte beim langsamen Einschenken von Spirituosen in ein und dasselbe Glas.

Aber warum auch immer der Cocktail so heißt wie er heißt: nach wie vor ist er sehr beliebt, nach wie vor werden ständig neue Kreationen oder Varianten präsentiert. Seine perfekte Zusammenstellung erfordert nicht nur ein gutes Rezept, sondern auch einen guten Barkeeper, im Englischen Bartender genannt, mit perfektem Timing und Fingerspitzengefühl. Was sonst noch zu einem wirklich guten Cocktail gehört, welche Cocktails wir am liebsten trinken und andere wissenswerte Dinge über Cocktails erfahren Sie auf den folgenden Seiten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen

Geschichte und Entwicklung

Die genaue Ursache für die Entstehung von Cocktails ist unbekannt. Man nimmt jedoch an, dass man im 18. und 19. Jahrhundert in Amerika damit begann, Mixgetränke herzustellen, da der damals verbreitete Schnaps einfach zu herb und schlichtweg nicht genießbar war. Das Spirituosenangebot umfasste zu dieser Zeit beinahe ausschließlich amerikanischen Whiskey. Diese harten, hochprozentigen und ungelagerten Kornschnäpse sagten vielen Menschen mit feineren Geschmacksnerven nicht zu, so dass sie durch Zugabe von Zucker, Honig, Aromen oder von Früchten  „weicher gemacht“ wurden. Die so entstandenen Mixgetränke nannte man etwa ab dem Jahr 1810 offiziell Cocktails.

Mit der Zeit entstanden immer neue, ausgefallenere Rezepte und die Nachfrage nach weiteren Spirituosen zum Herstellen von Mixgetränken wurde stetig größer. Als die Mixwelle etwa um die Jahrhundertwende auch nach Europa kam, war die American Bar ein fester Bestandteil des amerikanischen Gesellschaftslebens. Mit dem Import vieler Spirituosen aus „Old Europe“ entstanden immer mehr Cocktails und beschäftigten sich immer mehr Menschen mit der Herstellung der Mixgetränke. Einige dieser Cocktails waren nur kurzzeitig und in einem bestimmten Gebiet bekannt – andere zählen auch heute noch zu den absoluten Klassikern und sind weltweit bekannt.

Die immer weiter wachsende Anzahl an Spirituosen zum Mixen von Getränken bewirkte eine rasante Zunahme an Cocktails. Bald war es notwendig, die Mixgetränke in Gruppen einzuordnen, um den Überblick nicht zu verlieren. Es entstanden Misch- und Mixklassen, die auch heute noch Bestand haben. In kurzer Zeit kannte jede amerikanische Hausfrau den Unterschied zwischen einem Short Drink und einem Long Drink, zwischen Before- und After-Dinner-Drinks. Über 30 Cocktailgruppen bildeten fortan die sogenannte klassische Einteilung. Einige dieser Drinks waren und sind als Night-Cup, Winter- oder Sommerdrink, Magenstärker oder Katerkiller bekannt und beliebt.
Ihre Hoch-Zeit erlebten die Cocktails in den Jahren der Prohibition in Amerika. Zwischen 1919 und 1930 war es viel einfacher, kleine Mengen Schnaps zu schmuggeln oder ihn gleich selbst zu brennen, als Bier oder Wein zu besorgen. Man tat zudem sein Bestes, um alkoholische Getränke so harmlos und unauffällig wie nur möglich aussehen zu lassen. Cocktails „versteckten“ Alkohol nicht nur, sie machten auch den schwarz gebrannten Schnaps sicherer und geschmacklich erträglich. Viele dieser Schnäpse enthielten nämlich so einen hohen Methanolgehalt, dass man sich damit im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode saufen konnte.

Auch in Deutschland fanden die bunten, leckeren Mixgetränke bald regen Zuspruch unter der Bevölkerung. Nicht nur jeder Verein, auch jedes Armeeregiment hatte einen eigenen Drink. Erster und Zweiter Weltkrieg hinterließen jedoch ihre Spuren in der deutschen Wirtschaft. Wenn man manchmal schon nicht an lebenswichtige Nahrungsmittel kommen konnte, wie dann an Spirituosen zur Herstellung von Mixgetränken denken?
Erst in den späten 1950ern, viel später als New York, London oder Paris, erlebte der Cocktail in Deutschland eine Renaissance. In den 1970ern war der Durchbruch nun auch in Deutschland geschafft: Cocktails waren in Hotelbars, aber auch in American Bars in Deutschland erhältlich. Seitdem haben sie sich bei uns etabliert und gelten als fester Bestandteil der Gastronomie.
In den letzten Jahren machten vor allem auch die sogenannten Alkopops von sich reden. Diese Mixgetränke sind bzw. waren vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt. Geschmackliche Basiselemente verschiedener klassischer Cocktails werden vorgemixt und zu einem Cocktail vermengt. Geschmacklich sind sie sicherlich nicht zu vergleichen mit dem Cocktail eines guten Barkeepers. Andererseits sind bzw. waren sie preiswert, bunt, süß und lecker. Kein Wunder, dass sie reißenden Absatz fanden und so auch dem Angebot in Bars und Diskotheken Konkurrenz machten.

Cocktailarten

Spätestens mit der Entwicklung immer neuer Cocktailarten und ihrer Varianten musste ein System her, das alle Cocktails in irgendeiner Weise erfasst. Die sinnvollste Einteilung war die in Misch- und Mixklassen. Seitdem unterscheidet man Cocktails grob in Shortdrinks, Longdrinks, Bowle, Hotdrinks und Fancy Drinks. Mehr zu diesen Mixklassen erfahren Sie übrigens in den nächsten Abschnitten.

Darüber hinaus unterscheidet man Cocktailarten aber auch nach Zutaten und nach ihrer Zubereitungsart. Entsprechend der Zutaten zu unterscheiden ist ganze einfach: je nach Hauptbestandteil des Drinks ordnet man ihn zum Beispiel bei den rumbasierten oder bei den wodkabasierten, den tequilabasierten oder anderen Getränken ein.

Bei den Zubereitungsarten von Drinks und Cocktails unterscheidet man zwischen der Zubereitung im Shaker, im Rührglas, im Blender-Mixer oder im Trinkglas der Gäste. Einen Shaker benutzt der Barkeeper immer dann, wenn seine Zutaten schwer mischbar sind. Sollen Drinks mit Eis zubereitet, aber nicht serviert werden, nutzt man ein Rührglas. Das gekühlte Rührglas dient lediglich der Zubereitung des Getränks, darin wird aber nicht serviert. Mit einem Mixer, dem sogenannten Blender, arbeitet ein Barkeeper dann, wenn er Früchte, Speiseeis, Sahne oder Eier für ein Rezept benötigt. Auch „frozen Drinks“ mit viel zerstoßenem Eis bereitet man im Blender zu. Im Gästeglas werden Cocktails nur dann gerührt, wenn sich ihre Zutaten leicht mischen lassen.

Cocktail-Lieblinge

Natürlich ist es nicht leicht, die beliebtesten Cocktails zu benennen. Zu unterschiedlich sind die Geschmäcker der Bargäste. Der Eine mag es süß, der Andere herb, der Dritte fruchtig und der Vierte heiß. Trotzdem haben sich im Laufe der Jahre bestimmte Cocktail-Lieblinge herauskristallisiert, die immer im Trend liegen. Cocktail-Klassiker, die immer gehen.

Immer ganz vorn mit dabei: der Tequila Sunrise, dessen Färbung von Grenadinerot bis Orangengelb auch in den tiefsten Winternächten an tropische Sonnenuntergänge denken lässt. Caipirinha ist nicht nur auf jeder Studentenparty der Star unter den Getränken. Der erfrischende Drink aus Zuckerrohr, Limetten und Cachaça ist schnell gemacht und erfrischt. Sex on the beach bewirkt auch heute noch von Zeit zu Zeit infantiles Gelächter bei der Bestellung. Aber die orangerote Fruchtbombe ist einfach zu lecker, als dass man sie vergessen könnte. Der Klassiker: Long Island Ice Tea. Mit Eistee aus dem Tetrapack hat das nichts zu tun, aber der hochprozentige Colamix schmeckt trotzdem immer wieder gut. Überhaupt eignet sich Cola ungemein gut als Filler, vor allem, wenn die Basis wie beim Cuba Libre ein guter Rum ist.

Der Swimming Pool ist ein typischer Frauencocktail: bunt, fruchtig, sahnig. Und mit einem Schuss Blue Curaçao, der an Urlaub denken lässt. Ebenfalls ein Klassiker unter den Cocktails: der Mai Tai, der mit seinen Mandel- und Orangenaromen bestimmt auch im Winter gut ankommt. Den Zombie sollte man mit Vorsicht genießen: er enthält 8 cl Alkohol, darunter 2cl mindestens 54%igen Rum. Also: zuviel vom Zombie und man bewegt sich schnell selbst wie einer auf der Party.